Die Kirche bleibt im Dorf - Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg

Bei meinen Fahrten über Land erfreue ich mich an den unterschiedlichen Kirchen in den brandenburgischen Dörfern. Viele sind saniert, wecken Neugier auf ihr Inneres. Seit 28 Jahren setzt sich der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg (FAK) für die Erhaltung, Sanierung und Nutzung der etwa 1400 Kirchen ein. Als Regionalbetreuer bin ich in den Landkreisen MOL und LOS ehrenamtlich tätig und berate die örtlichen Fördervereine. Der FAK unterstützt die Gründung dörflicher Fördervereine mit einem Startkapital und gibt finanzielle Zuschüsse für Restaurierungsvorhaben aus Spenden und Beiträgen unserer rund sechshundert Mitglieder sowie weiterer Unterstützer. In Publikationen wie dem Jahresheft „Offene Kirchen“, in dem die Zugangsmöglichkeiten für mehr als neunhundert Kirchen zu finden sind, den vierteljährlich erscheinenden Mitteilungsblättern „Alte Kirchen“ und in Veranstaltungen machen wir die Öffentlichkeit auf diese kulturellen Schätze aufmerksam. Noch vor dreißig Jahren waren Kirchengebäude und ihre Ausstattung in desolatem Zustand, eine Folge des Zweiten Weltkrieges und des staatlichen Desinteresses am kirchlichen Erbe. Mittlerweile gibt es in den meisten Orten Initiativen zum Erhalt und zur Nutzung der Kirchengebäude. Es engagieren sich Bewohner unabhängig von einer Kirchenzugehörigkeit, weil ihnen die Bewahrung der örtlichen Traditionen am Herzen liegt. In der Region wären die Kirchengemeinden allein mit dieser Aufgabe überfordert. Kirchen stiften Identität, vermitteln ein Heimatgefühl, ihre Erhaltung fördert das Miteinander. Wie ein Dorf ohne Kirche aussieht, kann man gut oben auf der Homepage www.altekirchen.de sehen, wenn man durch einen Mausklick die Kirche verschwinden lässt. Ich bin sehr dankbar, dass die Kirchengemeinde Mahlsdorf unsere Arbeit in den vergangenen Jahren mehrmals mit Kollekten unterstützt hat. Kirchen als Zeugen des christlichen Erbes sollen sichtbar sein und auch weiter für Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Wir möchten dazu beitragen, dass überall „die Kirche im Dorf bleibt“, wissend, dass es noch viel zu tun gibt. Wir freuen uns über neue Mitstreiter! Kontakt: 0 30/56 61 49 8, oder u_donath@web.de Uwe Donath