Suche Frieden und jage ihm nach! - Jahreslosung 2019

Was ist das Frieden? Schalom steht im Psalm. Als Verb „frieden“ beschreibt dies Wort, was getan werden muss für den Frieden. Wir übersetzen es mit: bezahlen, vergelten oder genugtun, das Schuldige leisten. Das verdeutlichen die letzten Verse aus Psalm 34. Den Guten gibt Gott Gutes, den Bösen Unglück. So meinte jedenfalls der Psalmdichter. In jedem Fall hat er in einem Recht: Gott bezahlt seine Versprechen. Er tut genug denen, die ihm vertrauen. Dazu gibt es eine spannende Geschichte mit Jesus. Jesus und seine Jünger treffen einen Mann, der blind ist von Geburt. Die Jünger denken: Gott vergilt uns unser Tun. Wer sündigt, der wird dafür büßen. Dieser Mann ist von Geburt krank, also fragen sie Jesus: „Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde?“ Jesus antwortete: „Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden.“ Dann heilte er diesen blinden Mann. Es gibt keinen Grund, mit Fingern auf andere zu zeigen, denen es schlecht geht. Das Kreuz kaputt durch übermäßiges Heben, die Lunge schlecht vom Rauchen, das Herz angegriffen vom Übergewicht, in Lebensgefahr auf der Flucht aus Afrika nach Europa. Das haben sie davon!
Doch so denkt Jesus nicht: Nicht Gott vergilt uns nach unserem Tun und gießt seinen Zorn aus. Sondern Gott bezahlt seine Versprechen. Wir wissen, Jesus hat bezahlt, was Gott uns versprochen hat: Sieger über den Tod zu sein, auch über das Leid. Leid ist ein Anlass, Hilfe zu finden, so wie es der Psalmdichter erlebt hatte, so wie es der blinde Mann erlebt hatte,
so wie es Jesus selbst erging in seiner Auferstehung. Gott schenkt uns immer wieder Siege über Leid und Tod. So „frieden“ wir diese Welt. Eine friedvolle Weihnachtszeit wünscht Ihnen Ihr Pfarrer Thomas Jabs

Author: 
Thomas Jabs
Datum: 
Dienstag, 1. Januar 2019