... als Bild GOTTES schuf er Gott

(ein persönlicher Kommentar zur neuen OGTL von Günter Schulz)

Leidet die Verkündigung von Jesu Froher Botschaft und damit der christliche Glaube unter einem Mangel, so daß es des Rückgriffs auf das Jüdische – der Tora und anderer Schriften des sog. Alten Testamentes – bedarf, um das genuin Christliche besser und tiefer verstehen zu lernen?

Im Kontext mit und anhand von theologischen Kommentaren zur neuen „Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder“ (OGTL) wird versucht, diese Frage zu belichten. Dabei wird der Fokus u.a. zwangsläufig auch auf den signifikanten Unterschied der Begriffe „Gott“ auf der einen Seite sowie „Gottesbild“ und „Gott“ auf der anderen Seite fallen. Ein Bewußtwerden dieses Defizits bzgl. der Kenntnis dieser sich wesentlich voneinander unterscheidenden Bedeutungen könnte zu einer Antwort auf die oben gestellte Frage führen.

Für mich ist das hier Ausgeführte nicht nur hinsichtlich des Inhalts in einem längeren Widerstreit mit mir selbst entstanden. Mir ist es auch nicht leicht gefallen, möglicherweise – doch dann gewiß unbeabsichtigt – zu einem Stein des Anstoßes werden zu müssen.

Der Anlaß, diese Gedanken öffentlich zu machen, war für mich letztlich eine Predigt Ende Januar 2019: Die neue OGTL hinsichtlich deren verstärkter Hinwendung zum Jüdischen im christlichen Gottesdienst gleichsam erprobend, wurde aus berufenem Munde vom Altar her verkündet, daß der „Gott Israels Jesu Vater“ sei. Diese Aussage – unzweifelhaft von einer übergroßen Mehrheit der Theologen und des Kirchenvolks seit eh und je ebenfalls so gesehen – war der Beweggrund zu dem Versuch, die Hintergründe dieser revidierten Ordnung für den gottesdienstlichen Gebrauch zu erhellen, die zu derartigen „Bekenntnissen“ in unseren christlichen Gemeinden einzuladen scheint.

Vieles, was ich sagen möchte, wird „unvollendet“ als Fragesatz formuliert werden. Ich sehe keine allgemein verbindlichen Antworten auf solche Sätze. So stelle ich also meine Ansichten „in Frage“.

Der Sache wegen bin ich sehr daran interessiert zu erfahren, ob es Aussagen in diesem Nachzudenkenden gibt, die es an inneren Widersprüchen scheitern lassen müßten.

(Den vollständigen Text finden Sie in der Anlage als pdf-Datei)

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