Aus der Arbeit des Förderkreises "Alte Kirchen in Berlin-Brandenburg"

Wenn es heute in den meisten Brandenburgischen Dorfkirchen wieder kirchliches Leben gibt, ist das auch der langjährigen Arbeit des Förderkreises Alte Kirchen zu verdanken. Im vergangenen Jahr konnte mit den uns übermittelten freien und zweckgebundenen Spenden, darunter Kollekten der Mahlsdorfer Kirchengemeinde, mehr als 50 Dorfkirchen geholfen werden. Wir unterstützten die Projekte „Musikschulen öffnen Kirchen“ und „Theater in der Kirche“. Auch bekamen drei neu gegründete dörfliche Fördervereine das Startkapital von je 2500 Euro.

Beispielhaft seien drei Projekte genannt: Bis zum vorigen Jahr war die imposante Feldsteinkirche in Klosterdorf bei Strausberg baupolizeilich geschlossen, denn der mächtige Kirchturm drohte einzustürzen. 2017 unterstützten wir den örtlichen Heimatverein, der sich die Sanierung zum Ziel gesetzt hatte, mit einem Startkapital. Das war die Initialzündung für weitere Finanzhilfen und Aktivitäten, so dass 2018 die Kirche mit einem Festgottesdienst wieder in Dienst genommen werden konnte. Ob Teichfest, Sommerkonzerte oder Erntedank – die Kirche wird immer einbezogen und die Bewohner sind engagiert dabei.

Auf Initiative des Förderkreises gibt es seit 8 Jahren die Spendenaktion „Vergessene Kunstwerke brauchen Hilfe“, gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der EKBO konnten zum Beispiel zahlreiche Taufengel zu neuem Leben erweckt werden. 2018 ging es nun um die Restaurierung der barocken Herzensbilder am Gestühl der uckermärkischen Dorfkirche Kunow. Mehr als 20.000 Euro kamen bis jetzt zusammen. Das Foto zeigt den Innenraum der Kunower Kirche.

In Wulfersdorf bei Beeskow wurde im Sommer die Außensanierung: Dach, Turm und Fassade fertiggestellt. Nun bemüht sich die Gemeinde um die Restaurierung des Innenraums mit der ornamentalen barocken Ausmalung, Kanzelaltar und Totenkronenbrettern.

Erstmals lobte der Förderkreis einen Fotowettbewerb aus. Keine Kirche sieht wie die andere aus. Dies galt es durch das Aufspüren besonderer Details und rätselhafter Abbildungen zu beweisen. Wir erhielten fast 100 Einsendungen, zehn Fotos wählte die Jury für eine Prämierung aus. Sie werden in der Zeitschrift des Förderkreises „Offene Kirchen“ 2019 veröffentlicht.

Außerdem erscheint mehrmals im Jahr ein Mitteilungsblatt „ Alte Kirchen“, das über die Kirchenlandschaft im Land Brandenburg informiert und aktuell aus Dörfern berichtet, in denen sich Christen und nicht
kirchlich gebundene Bewohner um die Erhaltung ihrer Kirchen kümmern. Uwe Donath, Vorstandsmitglied im Förderkreis Alte Kirchen