Bericht: Zweiter Deutscher Evangelischer Posaunentag vom 3.-5. Juni 2016

Drei Tage lang schwebte über der sächsischen Hauptstadt Dresden der goldene Engel mit der Posaune. Nach 8 Jahren fand wieder ein Posaunentag im großen Rahmen statt. Er stand unter dem Thema: „Luft nach oben“. Zu diesem Event hatten sich 17.500 Bläser und 5000 Angehörige aus ganz Deutschland angemeldet, so dass es wieder ein Highlight für die Bläserarbeit wurde. Unser Posaunenchor war mit 14 Teilnehmern, davon 11 Bläser, mit dabei.

Es begann am Freitagabend mit den Eröffnungsveranstaltungen auf dem Alt- und dem Neumarkt. Zwischendurch ging ein kräftiger Regenschauer nieder, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tat. Im Anschluss bestand die Möglichkeit sich zu entspannen bei einem der Eröffnungskonzerte, die in vielen Kirchen angeboten wurden. Bläsermusik in Perfektion, einfach wunderbar das so zu erleben.

Samstagvormittag fand die große Bläserprobe im Stadion von Dresden statt, das war dann wieder die Ernüchterung. Am Samstagnachmittag stellten sich die 28 Posaunenwerke von Deutschland an verschiedenen Orten mit ihrer Musik vor und fanden viele interessierte Zuhörer. Die Gruppe des GPB hatte ihren Auftritt in der Hauptstraße zwischen dem Goldenen Reiter und der Dreikönigskirche und wurde von LPW Andreas Fingerle dirigiert. Wir waren ca. 30 Bläser, davon 7 aus unserem Posaunenchor, und präsentierten Choräle aus dem NGL und  Vortragsstücke aus den Bläserheften 2007 und 2014. Abends gab es die Serenade auf den berühmten Brühl'schen Terrassen. Auf beiden Seiten der Elbe wurde abwechselnd geblasen. Das war überwältigend. Das Programm klang aus mit der Feuerwerksmusik von G. F. Händel, dem ein großes fantastisches Feuerwerk folgte.

Für Sonntag war um 9 Uhr das Morgenblasen angesagt an 100 Plätzen in Dresden, eine Herausforderung für viele. Bei unserer Gruppe in Dresden-Süd kamen dennoch um die 60 Bläser zusammen. Und die Zuhörer nahmen die Klänge christlicher Choräle wohlwollend an. Schnell ging es wieder weiter zum Stadion zum Vorprogramm und dem anschließenden Abschlussgottesdienst. Die Stücke klappten besser als erwartet. Es war mächtig gewaltig zu erleben, wenn so viele Bläser auf einmal loslegen. Und wann bekommen wir Bläser schon einmal ein ganzes Stadion voll!!! Margot Käsmann hielt die Predigt. Hätte sie nicht so sehr in das politische Horn gepustet, wäre es eine gelungene Wortverkündigung gewesen. Auch über die Auswahl der Musikstücke überhaupt waren sowohl die Bläser im Vorfeld als auch die Gottesdienstbesucher am Ende geteilter Meinung. Aber damit muss man leben.

Fazit: Es war ein großartiges Erlebnis und die Stadt Dresden ein guter Gastgeber. Den Organisatoren gilt unser aufrichtiger Dank und unsere Anerkennung. Aber der größte Dank gilt vor allem unserem Herrn und Gott, der uns alle behütet und bewahrt hat, dass wir solch ein Fest überhaupt feiern konnten.   So erlebte ich Dresden. (Helga Katsch)

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