Ostergottesdienste mit russ. Gemeinden in der Kaliningrader Propstei

Es gibt seit vielen Jahren in unserer Gemeinde sehr enge und gute Kontakte in die Propstei, mit Ihren Kollekten und Spenden unterstützen Sie treu den Aufbau neuer Gemeinden und Dienste.
Eine kleine Gruppe aus unserer Gemeinde, Dieter Kurze, Holger und Marcus Brose, Thomas Passauer, hat sich auf den Weg gemacht, um unsere Kontakte mit den Menschen dort zu festigen, die gegenwärtige Situation zu erleben und um miteinander Ostergottesdienste zu feiern.
Die Propstei mit ihren Gemeinden und den vielen Aufgaben steht vor einer völlig neuen Situation. Es gibt keinen Pfarrer oder Propst mehr, der aus Dt. entsandt wurde. Sie gehen ihren Weg selbstständig und mit eigenen Entscheidungen. Das ist eine große Herausforderung und neue Chance, die sie mit ihren Kräften, Überlegungen und Möglichkeiten bewältigen wollen.
Mit unseren drei Partnergemeinden feierten wir fröhliche und festliche Ostergottesdienste. Sie waren sehr gut besucht, die Gemeinderäume waren voll, je ca. 25 – 35 Besucher! Wenn wir zu Besuch kommen, gibt es freundliche Dolmetscher, die uns helfen, die Liturgie zweisprachig zu halten und unsere Predigten zu übersetzen. In Bolschaja Poljana/Paterswalde erfreuten uns 12 Kinder mit ihren russ. Osterliedern und Gedichten. Im Anschluss an den Gottesdienst sind wir von jeder Gemeinde eingeladen, mit ihnen an einem festlich gedeckten Tisch Ostern zu feiern, uns zu unterhalten und zu informieren, soweit es unsere Sprachunterschiede mit vielen Gesten zulassen. Wir erfahren von ihrem mühsamen und schweren Leben auf dem Lande. Die gegenwärtige Krise wirkt sich erheblich aus, es gibt noch weniger Arbeitsplätze, die Löhne werden oft nicht gezahlt. Es ist lebenswichtig, dass wir sie begleiten, sie nicht alleine lassen, sie besuchen und ihr Leben in den Gemeinden finanziell weiter unterstützen.
Kurz nach unserer Reise gibt es neue Nachrichten aus der Propstei: es ist ein russ. Pastor aus Jaroslawl bereit, das Propstamt zu übernehmen. Er hat sich bei einer Propstei-Synode vorgestellt, im Herbst könnte er gewählt werden. Zitat aus dem letzten Rundbrief: „Wir müssen nicht vergessen, was Gott Gutes an uns getan hat...., was wir in den letzten zwanzig Jahren Gutes erlebt haben, auch durch Menschen, die uns Gott gesandt hat. Das sind Menschen, die uns helfen, die uns nicht im Stich lassen, die für uns beten, die uns zusichern, dass sie auch in Zukunft unseren Weg begleiten und unterstützen werden“.
Zu diesen Menschen gehören auch viele aus unserer Gemeinde, dafür bin ich Ihnen allen sehr dankbar. Es grüßt Sie herzlich, Ihr Thomas Passauer.