Weihnachten 2020 "Ein heller Stern"

Unter diesem Motto fand am 24.12.2020 ein Open-Air Gottesdienst im Gemeindegarten der Kreuzkirche statt. Als Planungsrunde war es uns wichtig, die Weihnachtsbotschaft
gerade am Ende dieses herausfordernden Jahres unter das Volk zu bringen. Nur wie sollte das gehen? Viele aus der Gemeinde gehören zur Risikogruppe oder hatten Kontakt zu älteren Familienmitgliedern. Welches Risiko ist da vertretbar? Dass es zum Open-Air-Gottesdienst kam, gleicht aus meiner Sicht deshalb einem kleinen Wunder, worüber ich kurz berichten möchte.
Insbesondere allen Kindern des Krippenspiels, allen Bläsern, allen Planern, Ordnern und Helfern gilt es an dieser Stelle, Danke zu sagen. Das Engagement hat mich beeindruckt und ist mein persönlicher heller Stern des Jahres 2020. Es ist erstaunlich, wie es dazu gekommen ist: Der Planungsprozess begann bereits im August und kennzeichnend waren große Unsicherheit, ob wir überhaupt einen Weihnachtsgottesdienst feiern können (oder sogar dürfen) sowie unter regelmäßigen Anpassungen der Hygienevorschriften. Es folgten konstruktive Gespräche, in denen wir uns über Möglichkeiten austauschten. Es ist erstaunlich, dass es dem Planungsteam trotz der strengeren Auflagen gelang, kurzfristig (erneut) einen Konsens zu finden und die Veranstaltung in kleinerer Form im Gemeindegarten stattfinden zu lassen. Seit August fanden mehrere Planungstreffen statt (z.T. mit Videokonferenzen) und es konnten ausreichend Helfer gefunden werden. Das Engagement aller Beteiligten war erstaunlich. Und sogar der Regen am Heiligen Abend tat der guten Stimmung keinen Abbruch.
Es gab große Freude, dass die Kinder bereits um 15 Uhr in kleinerem Rahmen das einstudierte Krippenspiel für die Gemeinde und ihre Eltern auf der Bühne aufführen konnten und von einem  Bläserquartett begleitet wurden. Die Freude war ebenfalls groß, als dann um 16 Uhr der Gottesdienst auf der Bühne stattfand und vom „Hellen Stern“ erzählt wurde. Auch hier sorgte eine kleine Bläsergruppe mit bekannten Weihnachtsliedern für besinnliche Momente. 
Ebenfalls erstaunlich waren das Verständnis und die Ruhe derer, die wir nicht aufs Gelände lassen konnten oder die zu spät oder gar nicht erfuhren, dass eine Anmeldung notwendig war. Diszipliniert verfolgten sie mit dem nötigen Abstand den Gottesdienst von der Straße aus.
Ein besonderer Heiligabend klang für mich und einige wenige beim Besuch der Offenen Kirche aus. Dieser Abend ist Grund für Dankbarkeit und bleibt mir und vielen anderen als besonderer Abend des Jahres 2020 in Erinnerung.
Herzlichen Dank an Pfarrer Grützmann für die vielen Arbeiten im Hintergrund sowie für die Unterstützung, damit dieser Abend überhaupt möglich wurde. (Steffen Engler)