1700 Jahre Konzil zu Nizäa – Ende oder Neubeginn der Kirchen?!

Der Gesprächskreis lädt ein: Woher kommt unser Glaube? Richtungsweisend war ein Treffen von 300 Bischöfen im Jahr 325 im damaligen Nizäa. Manche nennen es den Untergang der Kirche, andere wissen, für den Frieden im römischen Reich war das ein bedeutender Schritt. 

Schon mal einen kurzen Appetitmacher? Folgendes fand ich überliefert: „Auch Nikolaus von Myra [bekannt Nikolaustag am 6. Dezember] war ein Teilnehmer des Konzils mit Leidenschaft. Es heißt, dass er sich so über die Äußerungen des Arius aufgeregt hat, dass er ihm ins Gesicht schlug. Arius vertrat die Ansicht, dass Jesus Christus nicht wesensgleich mit Gott, sondern nur ein geschaffenes Wesen sei. Nikolaus wurde von den anderen Teilnehmern des Konzils wegen der Ohrfeige gerügt, ihm wurde sogar vorübergehend die Bischofswürde aberkannt. Nachdem aber einige der Konzilsteilnehmer in der Nacht Visionen von Christus hatten, die Nikolaus als Verteidiger des Glaubens bestätigten, wurde er wieder in sein Amt eingesetzt. Es ging hoch her in Nizäa.“ 

Dass es manchmal in kirchlichen Fragen hoch hergehen kann, bleibt für viele ein Rätsel. Damals muss es eine Frage des Christseins geworden sein, wer gehört eigentlich noch dazu und wer ist kein Christ mehr. Die Trennlinien waren sehr scharf. Manchmal höre ich heute noch ein Echo, wenn es um die christliche Identität geht